Fragen

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Wohin mit den unverständlichen Geschichten?

Ist es möglich, ausserhalb der Weltgeschehnisse
zu leben? Weltgeschehnisse - das bin ich, oder?

Fühle ich wirklich allerhand oder wird es mir
vermittelt? Wirksamkeit. Vermutlich verstehe
ich einiges anders. Dessen ungeachtet werde
ich nunmehr meine Gedanken niederschreiben.

Letzthin fragte jemand: „anders wenn sie also
gern mit gott schlafen möchte, mit all den
dazugehörigen wünschen, verpflichtungen,
eingebungen und sonstigen verzauberungen,
wäre er dann am ziel seiner tage?“. Ich glaube
die Wörter zu verstehen, jedoch die eigentliche
Frage nicht.

Wie Antworten? Keine Ahnung? Da musst du
Gott selber fragen, sofern wir die gleiche Person
mit Gott vermuten? Angenommen, mit „sie“, wäre
ich gemeint, ist es wichtig zu wissen, ob ich mit
Gott schlafe?

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Kommentare

svenja
2008-05-28 16:30:06
"UNMÖGLICH"!
rioruq
2008-05-28 18:11:34
eine frage dieser art zu stellen, hat zunächst einmal einen immensen eigenwert, der anderswo mit steinigung, enthauptung, klagemauerklagen oder sonstigen religionsausschlüssen beantwortet würde.

vielleicht genügt auch schon die frage selbst, ohne eine antwort zu erwarten. oder wir begnügen uns mit der klassischen form, wie sie uns jupiter mit seinen beischlafformen vor über zweitausend jahren gezeigt hat.

der antwort am nächsten könnten wir dann sein, wenn wir das substrat als vorstellung und wille unserer gedankenfähigkeit erkennen. gott (wie auch sein teuflischer gegenüber) ist in unserem kopf und leitet unsere ansichten und einbildungen. wenn wir mit gott schlafen wollen, dann bewegen wir uns von der strassenebene weg, wo unsachgemäße kommentare möglich sind, und beziehen den vorzeigbarsten salon der beletage. dort fällt es jedem leichter, gemäß der einschlägigen räumlichen disposition sich seinem gott hinzugeben. denn wenn es überhaupt eine voraussetzung, eine von religiösen vorstellungen freie bedingung gibt, dann die, sich gott und beischlaf rigoros hinzugeben, um die elysischen gefilde wahrnehmen zu können, um die es vermutlich geht.

eine fiktion? nein, sie ist schon seit mindest zweihundert jahren eine literarische realität. nachzulesen bei kleists novelle „marquise von o...“. die gesellschaftliche norm als pendent des teufels erlaubte nicht den begriff gott, sondern nur einen engel. der leser muss buchstäblich auf den allerletzten satz warten, um hierüber in kenntnis gesetzt zu werden.

eine fiktion ohne bild? nein, bereits einhundertfünzig Jahre vor Kleist hatte Bernini in Rom seiner hl. Theresa ebenfalls mit engelhaftem beistand für ihren himmlischen paradieszustand einen deutlichen ausdruck verliehen.

natürlich ist gott ungeschlechtlich, deshalb möchte durchaus auch ein mann mit seiner hausgöttin schlafen.

aber das ist ja nur die eine seite der medaille. die andere fragt nach den befindlichkeiten des gottes beim akt. die sind nicht weniger aufregend und könnten zu einem völlig überraschenden schluss gelangen.

ist es also wichtig, mit gott schlafen zu wollen? ist es wichtig zu wissen, mit gott zu schlafen? beide fragen muss jeder für sich beantworten.

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