the spent time

Angenehmen Menschen zu sagen: Die gemeinsame verbrachte Zeit war schön, fällt nicht schwer. Dazu bin ich noch mit einem erfüllen und glücklichen Herzen gesegnet. Das braucht vielleicht gar nicht so viel Energie, fällt mir aber unterschiedlich schwer oder leicht. Wir kommen mit so vielen verschieden geprägten und individuellen Geschichten und Charakteren in diese Welt, dass unser eigener Blick auf die Gegenwart ganz unterschiedliche Bilder für unser Gemüt erstellt. Die einen sehen das Glas halb leer, für andere ist es halb voll, Dritte mögen finden, es könnte schon fast leer sein, wieder andere, sie hätten nie ein volleres Glas gesehen.. Dementsprechend sind wir Menschen verschieden.

Genau so unterschiedlich ist es für mich, den richtigen Umgang mit Menschen zu finden. Es ist ebenfalls von meinem Gemüt abhängig, ob ich grosszügig über ihre Fehler hinwegschaue oder ob ich die Wahrnehmung an ihren Kanten erneut hängen bleibe. Aber mag dieses noch so hell strahlen - für mich gibt es einige Menschen, mit denen ich "nicht mehr kann", sie ärgern mich oder reizen mich sogar bis aufs Blut. Der Umgang mit ihnen ist eine echte Prüfung für meine Nächstenliebe.

Und so geschieht folgendes, ich beginne zu Hinterfragen. Warum lässt mich dieser oder jener nicht ruhig und gelassen bleiben? Warum bin ich diesem Menschen gegenüber gleichgültig? Warum höre ich bei meinem Nachbarn nur das Unangenehme in seiner Stimme?

Das Phänomen, je leichter mein Herz schlägt, um so freundlicher kann ich die Welt sehen. Und um so einfacher und seltener mögen meine Worte nun aus meinem Mund erklingen. Die Rhetorik kann ein Geschenk sein, sie führt aber auch dazu, dass man sich gerne selber reden hört.

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