interrogator

Ich sehe, wie wichtig es ist, die Angst, das Leiden, den Zorn und
die ganze Seelenqual des Menschen zu beenden. Ich sehe, dass
man das Fundament des Wohlverhaltens legen muss, das man
gewöhnlich als Anständigkeit bezeichnet, und dass darin kein Platz
ist für Hass oder Neid auch nicht die Grausamkeit, in der die Mensch-
heit lebt. Ich sehe auch, dass es Freiheit geben muss – nicht von
etwas Bestimmtem, sondern Freiheit an sich – und dass man nicht
immer im Gefängnis seiner eigenen Ansprüche und Wünsche leben
darf. Das alles sehe ich ganz klar, und versuche – wenn sie auch
das Wort versuchen nicht mögen -, im Licht dieses Verständnisses
zu leben. Ich habe mich einer eingehenden Selbstprüfung unterzogen.
Ich bin nicht an die Dinge dieser Welt gebunden, auch an keine Religion.
Nun möchte ich fragen, angenommen, man ist – nicht nur äusserlich,
sondern auch innerlich – frei von all dem Elend und der Verwirrung
des Lebens, was ist dann hinter der Wand? Wenn ich sage „die Wand“,
meine ich Angst, Leid und den ständigen Zwang des Denkens.

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