27. März 2006
Krishnamurti
Auch ich habe mich oft gefragt, warum alles so langweilig,
abgedroschen und sinnlos wird – Sex, Liebe und die
Schönheit eines Morgens. Der Künstler will etwas Neues
ausdrücken, aber es ist doch immer wieder derselbe alte
Körper und Geist, der durch seine Gemälde hindurchscheint.
Dies ist einer der gewöhnlichen Faktoren in der Beziehung
zwischen Alt und Jung – die langsame Vergiftung durch
Zeit und Leid, durch Ängste und die Bitterkeit des Selbstmit-
leids. Was lässt den Geist abstumpfen? Der Geist, der so
ausserordentlich fähig ist, Neues zu erfinden, auf den Mond
zu fliegen, Computer zu bauen – so viele Dinge, die wirklich
ausserordentlich sind, die an Zauberei grenzen? Natürlich,
es ist der kollektive Geist, der den Computer entwickelt oder
eine Sonate komponiert hat. Das Kollektive bekämpft das
Individuum, aber was beide gemeinsam haben, ist das Denken.
Und das Denken ist es, das den Geist abstumpft, ob nun das
Denken im Interesse des Einen oder der Vielen arbeitet, zur
eigenen Weiterbildung oder für den sozialen Umbruch. Das
Denken ist immer auf der Suche nach Sicherheit – der Sicherheit
im Heim, in der Familie, im Glauben oder der Sicherheit, die alles
verwirft. Denken ist Sicherheit, und die Sicherheit liegt nicht nur
in der Vergangenheit, von der aus die zukünftige Sicherheit auf-
gebaut wird, sondern das Denken ist auch die Sicherheit, die es
jenseits der Zeit herzustellen versucht.
abgedroschen und sinnlos wird – Sex, Liebe und die
Schönheit eines Morgens. Der Künstler will etwas Neues
ausdrücken, aber es ist doch immer wieder derselbe alte
Körper und Geist, der durch seine Gemälde hindurchscheint.
Dies ist einer der gewöhnlichen Faktoren in der Beziehung
zwischen Alt und Jung – die langsame Vergiftung durch
Zeit und Leid, durch Ängste und die Bitterkeit des Selbstmit-
leids. Was lässt den Geist abstumpfen? Der Geist, der so
ausserordentlich fähig ist, Neues zu erfinden, auf den Mond
zu fliegen, Computer zu bauen – so viele Dinge, die wirklich
ausserordentlich sind, die an Zauberei grenzen? Natürlich,
es ist der kollektive Geist, der den Computer entwickelt oder
eine Sonate komponiert hat. Das Kollektive bekämpft das
Individuum, aber was beide gemeinsam haben, ist das Denken.
Und das Denken ist es, das den Geist abstumpft, ob nun das
Denken im Interesse des Einen oder der Vielen arbeitet, zur
eigenen Weiterbildung oder für den sozialen Umbruch. Das
Denken ist immer auf der Suche nach Sicherheit – der Sicherheit
im Heim, in der Familie, im Glauben oder der Sicherheit, die alles
verwirft. Denken ist Sicherheit, und die Sicherheit liegt nicht nur
in der Vergangenheit, von der aus die zukünftige Sicherheit auf-
gebaut wird, sondern das Denken ist auch die Sicherheit, die es
jenseits der Zeit herzustellen versucht.




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