01. Januar 2008
Haben Sie eigentlich je ein Bild freiwillig und
leicht aufgegeben, ohne Druck, ohne ein Motiv?
Ohne den Gedanken „Ich muss dieses Selbstbild,
das ich von mir habe, aufgeben, damit ich nicht
verletzt werde“?
Nehmen Sie irgendein Image und begeben Sie
sich hinein.
Indem Sie hineingehen, entdecken Sie die ganze
Bewegung, die hinter der Erzeugung des Bildes
steckt.
Sie fangen an zu entdecken, dass in diesem
Image Angst steckt, Sorge, ein Gefühl der
Isolierung.
Wenn Sie sich fürchten, sagen Sie: „Es ist viel
besser, dass ich mich an etwas halte, das ich
kenne, als an etwas, was ich nicht kenne.“
Wenn Sie aber ernsthaft und tiefer einsteigen,
dann werden Sie fragen, wer oder was dieses
Bild erschafft – nicht ein bestimmtes Image,
sondern wer oder was Bilder überhaupt erzeugt.
Ist das unser Denken?
Ist es die natürliche Reaktion, sich selbst
physisch und psychisch zu schützen?
Man kann die natürliche Reaktion verstehen, sich
körperlich zu schützen, sich mit Nahrung zu
versorgen, eine Unterkunft zu suchen, Kleidung
zu haben, zu vermeiden, von einem Bus
überfahren zu werden, und so weiter.
Das ist eine natürliche, gesunde und intelligente
Verhaltensweise; darin steckt kein Image.
Aber auf der psychologischen Ebene, innerlich,
psychisch, haben wir dieses Bild geschaffen,
welches das Ergebnis von einer Reihe von
Ereignissen, Geschehnissen, Verletzungen
und Irritationen ist.