16. Februar 2008
Von rosanna um 23:33
Welche besondere Tätigkeit in meinem Alltag
wird gewährleisten, dass diese Leidenschaft
weiter brennt und wirkt?
Nichts wird das gewährleisten ausser der
Wachheit und Bewusstheit des Lernens,
die tätig ist, die jetzt ist.
Darin liegt die Schönheit der Leidenschaft,
die das vollständige Aufgaben und Loslassen
des „Ich“ und „mein“ und deren Zeit darstellt.
11. Februar 2008
Von rosanna um 20:50
Freiheit ist nicht die Lizenz, die Erlaubnis, das
zu tun, was man mag?
Nein, Lizenz, die Erlaubnis zu tun, was man will,
ist Bindung, Fesslung, Liebe ist nicht Hass, auch
nicht Eifersucht, Ehrgeiz oder das Konkurrenz-
denken mit seiner Angst vor Versagen.
Liebe ist weder die Liebe zu Gott noch die Liebe
zu den Menschen – was wiederum eine Trennung,
eine Spaltung bedeutete.
Liebe bezieht sich weder auf eine Person noch
auf viele.
Wenn es Liebe gibt, ist sie sowohl persönlich
wie auch unpersönlich, mit und ohne ein Objekt.
Sie ist wie der Duft einer Blüte: ein Mensch oder
viele können ihn riechen.
Es kommt auf den Duft an, nicht darauf, wem der
Duft gehört.
05. Februar 2008
Von rosanna um 23:34
Schliesslich macht das Leben, das wir derzeit
führen, das auf Bedürfnissen, Wünschen und
Methoden beruht, Verlangen zu kontrollieren,
oberflächlicher und leerer denn je.
Wir sind vielleicht sehr clever, sehr gebildet, und
wir können wiederholen, was wir angesammelt
haben, aber die elektronischen Maschinen tun
das auch, und in manchen Gebieten sind die
Maschinen schon leistungsfähiger als der
Mensch, genauer und schneller in ihren
Berechnungen.
Und so kommen wir darauf zurück: dass wir
unser Leben jetzt sehr oberflächlich führen, eng,
beschränkt, weil wir tief innen leer und einsam
sind und immer versuchen, das zu verdecken,
diese Leere mit irgendetwas anzufüllen.
Damit wird aus dem Bedürfnis, dem Verlangen,
eine schreckliche Sache.
Nichts kann diese tiefe innere Leere füllen –
keine Götter, keine Erlöser, kein Wissen, keine
Beziehung, keine Kinder, kein Mann, keine Frau,
nichts.
Wenn indes der Verstand, das Gehirn, Ihr
gesamtes Wesen das anschauen und damit
leben kann, dann werden Sie feststellen, dass,
psychologisch betrachtet, im Innern gar keine
Notwendigkeit für irgendetwas besteht.
Das ist wahre Freiheit.
01. Februar 2008
Von rosanna um 23:23
Es ist möglich, in dieser Welt ohne Neid zu leben,
einer Welt, die doch auf Neid beruht, auf dem
Erwerb von Besitz und Macht und sozialer Stellung.
Das verlangt jedoch eine ungewöhnlich hohe Intensität,
eine Klarheit des Denkens, des Verstehens.
Sie können nicht frei von Neid sein, ohne sich selbst
zu verstehen.
Der Anfang ist hier, nicht irgendwo sonst.
So lange Sie nicht bei sich selbst beginnen, können Sie tun,
was Sie wollen, und Sie werden doch nie ein Ende des
Kummers erfahren.
30. Januar 2008
Von rosanna um 13:43
Vergleichen führt niemals zum Verständnis, es
ist nur eine Form von Ablenkung, geradeso wie
alles Urteilen Ausweichen bedeutet.
Soll die Wahrheit zutage treten, so darf unser
Verstand weder vergleichen noch bewerten;
denn wenn er vergleicht oder bewertet, ist er
beschäftigt und daher nicht still.
Ein geschäftiger Sinn ist unfähig, etwas klar und
einfach wahrzunehmen.
28. Januar 2008
Von rosanna um 21:16
Wir sind unbedeutende Leute, und doch leben wir auch
auf dieser Erde, und wir alle müssen zusammen leben.
Die Welt gehört den Armen ebenso wie den Reichen,
den Analphabeten genauso wie den Gebildeten.
Es ist unsere Welt, und ich denke, dass es sehr
wichtig ist, das zu fühlen und die Erde zu lieben,
und zwar nicht nur gelegentlich, an einem stillen,
friedlichen Morgen, sondern immer.
Wir können nur dann spüren, dass dies unsere Welt ist,
und sie lieben, wenn wir verstehen, was Freiheit ist.
21. Januar 2008
Von rosanna um 22:11
Bitte denken Sie daran, dass ich, der ich hier
schreibe, nicht versuche, zu beeindrucken
oder zu führen oder Ihnen zu helfen.
Vielmehr gehen wir gemeinsam auf einem sehr
subtilen und schwierigen Weg.
Wir müssen einander zuhören, um die Wahrheit
im Hinblick auf Verlangen herauszufinden.
Wenn man seine Bedeutung versteht, den Sinn,
die Ganzheit und Fülle und Wirklichkeit von Ver-
langen, dann bekommt Verlangen im eigenen
Leben einen ganz anderen Stellenwert oder
einen anderen Antrieb.
17. Januar 2008
Von rosanna um 19:49
Wenn wir sagen, dass wir uns lieben, dann ist
in dieser Liebe Verlangen, die angenehmen
Projektionen verschiedener Gedankentätigkeiten.
Mann muss herausfinden, ob Liebe Verlangen
ist, ob Liebe Vergnügen ist, ob es Angst in der
Liebe gibt, denn wo Angst ist, muss Hass auf-
treten, Eifersucht, Sorgen, Besitzansprüche,
Beherrschung.
In Beziehung ist Schönheit, und der gesamte
Kosmos stellt eine Bewegung von Beziehung
dar.
Kosmos ist Ordnung, und wenn man Ordnung
in sich selbst hat, hat man Ordnung in seinen
Beziehungen und somit entsteht auch die Mö-
glichkeit, dass Ordnung in unserer Gesellschaft
besteht.
Wenn man das Wesen von Beziehung erforscht,
stellt man fest, dass es absolut notwenig ist,
Ordnung zu haben, und aus dieser Ordnung
entsteht Liebe.
10. Januar 2008
Von rosanna um 23:54
Es ist wichtig, Vergnügen zu verstehen, nicht,
es loszuwerden.
Aber das Wesen und den Aufbau von Freuden
zu verstehen ist wichtig.
Denn wenn das Leben nur Vergnügen ist, und
wenn man danach strebt, dann muss man mit
dem Vergnügen auch das Leid, die Verwirrung,
die Illusionen und die unechten Werte, die wir
schaffen, in Kauf nehmen, und so gibt es keine
Klarheit im Leben.
Es ist eine einfache Tatsache, dass wir sowohl
psychologisch wie biologisch Genuss suchen,
und wir wollen, dass alle Beziehungen darauf
aufgebaut sind.
Wenn Beziehungen nicht erfreulich sind, gibt es
also Widersprüche, Gegensätze, und dann fan-
gen der Konflikt, das Leid, die Verwirrung und
die Agonie an.
08. Januar 2008
Von rosanna um 23:33
Wir müssen Beziehung verstehen, weil das
Leben ist.
Ohne irgendeine Beziehung können wir nicht
existieren.
Sie können sich nicht in die Isolierung zurück-
ziehen, eine Mauer um sich herum aufbauen,
wie die meisten Menschen das tun.
Eine solche Lebensweise, in einer solchen
beschützten, gesicherten und isolierten Form
des Widerstands zu leben, bringt nur mehr
Verwirrung, mehr Probleme, mehr Leid hervor.
Das Leben ist, wenn man es betrachtet, eine
aktive Bewegung, eine Bewegung von Be-
ziehung, und das ist unser ganzes Problem:
Wie soll man in der Welt leben, in der Beziehung
die Grundlage der gesamten Existenz ist?
Wie soll man in dieser Welt leben, so dass
Beziehung nicht monoton wird, langweilig,
etwas Hässliches, das sich ständig wiederholt?