24. Juli 2007
Es gibt zwei Extreme bei dem Thema „Arbeit“. Zum einen ist das der Workaholic (zwanghafte Aktivität). Zum anderen gibt es die Faulheit oder Trägheit (zwanghafte Passivität). Im ersten Fall ist man hoch motiviert und übernimmt zu viel Verantwortung. Im letzten Fall ist man völlig unmotiviert und unfähig, auch nur die kleinste Verantwortung zu übernehmen. Weder derjenige, der sich zur Arbeit angetrieben fühlt, noch derjenige, der Arbeit prinzipiell misstrauisch gegenübersteht, trägt etwas zu seinem höheren Wohl oder dem anderer bei.
Das spirituelle Leben benötigt eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Handeln und Sein. Zu viel Arbeit bedeutet auch zu wenig Zeit, um die Seele zu nähern. Das Ergebnis ist ein stresserfülltes Leben. Zu wenig Arbeit bedeutet auch zu viele Ablenkungen für den Verstand und/oder nicht genügend Ressourcen, um den Leib zu erhalten. Das Ergebnis ist ein zielloses eben, ohne Selbstbewusstsein, Würde oder einen Hauch von Sinnfülle.
Jene, die keine Beschäftigung haben oder sich auf das Vermögen ihrer Familie verlassen, werden Gleichgewicht in ihr Leben bringen, sobald sie zur Arbeit gehen und produktiv werden. Die Workaholics können diese Balance herstellen, indem sie sich mal eine Auszeit nehmen, um zu spielen, zu beten und insgeheim ihren Stress abzubauen.
Ein spirituelles Leben bedeutet nicht nur, sich die Zeit zu nehmen, um Rosen zu säen, sondern auch, ihren Duft zu geniessen. Sollte es hier in deinem Leben ein Ungleichgewicht geben, so wäre es weise von dir, dies unverzüglich zu korrigieren. Denn wo die Einsicht der Wahrheit herrscht, soll die Tat folgen, sonst wird das Leiden sich nur verschlimmern.