Konzepte

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Bestimmte fundamentale Konzepte können nicht in Form von Gegensätzen verstanden werden. Es ist unmöglich, sich Licht und Dunkelheit oder alles und nichts als nebeneinander bestehende Möglichkeiten vorzustellen. Sie sind entweder ganz wahr oder ganz falsch. Es ist für dich unerlässlich zu begreifen, dass dein Denken so lange unberechenbar sein wird, bis du dich fest dem einen oder anderen verpflichtet hast. Sich der Dunkelheit oder dem Nichts fest zu verpflichten ist allerdings unmöglich. Niemand hat je gelebt, der nicht wenigstens etwas Licht erlebt und etwas erfahren hat. Niemand kann daher die Wahrheit völlig verleugnen, auch wenn er denkt, er könne es.

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Wissen

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Das Wissen, dass die Welt nur ein Bewusstseinszustand ist, nur eine Illusion von Realität, erlaubt uns eine viel tiefere Verbindung mit anderen in Frieden und Annahme, als die Notwendigkeit von Angriff und Verteidigung. Die Geborgenheit der Liebe wird auf unendlich viele Weisen miteinander geteilt, und mit dieser Erfahrung wird die Welt zu einem anderen Ort.

Folglich helfen jene, die die illusorische Natur der Welt verstehen, auf die einzig wirkliche und dauerhafte Weise, die überhaupt möglich ist: Durch ihren Willen, sich die wahre Natur unserer selbst und dessen, was als Welt erscheint, anzusehen.

Mein Wort zum Sonntag - Freiheit

Wir können niemals von etwas frei sein. Wir können uns nicht von Angst befreien, weil unsere Freiheit noch immer auf Angst aufgebaut ist. Wir können niemals von Mangel frei sein, weil unserer Freiheit der Glaube an Mangel innewohnt. Wenn wir frei von etwas sein wollen, so ist es nicht wirklich Freiheit, hinter der wir her sind, sondern eher ein Versuch dem zu entkommen, was uns Unbehagen verursacht. Vor etwas davonzukommen ist keine Freiheit!

Freiheit ist nicht von etwas wegzukommen, was wir fürchten, Freiheit bedeutet hinter das zu schauen, was wir fürchten. Freiheit bedeutet nicht der Dunkelheit zu entkommen, sondern vielmehr in Richtung Licht zu gehen.

Wenn wir uns wünschen von Angst frei zu sein, ist unser Fokus auf Angst gerichtet und nicht auf Freiheit. Wir werden fortfahren, Angst zu erschaffen, von der wir frei sein wollen. Wahre Freiheit jedoch hat nichts mit Angst zu tun. Wahre Freiheit hat alles damit zu tun, die Wahl zu erkennen, und hinter das zu schauen, was wir fürchteten. Schliesslich sehen wir, vielmehr, als von etwas frei zu sein, wir haben die Freiheit, mit Lösungen zu sein. In Wahrheit sehen wir unsere Freiheit durch die Wahl.

Wir wollen frei von unseren Überzeugungen sein - aber genau das hat unsere Überzeugungen wirklich erscheinen lassen. Wahre Freiheit bedeutet hinter unsere Überzeugungen zu schauen. Freiheit ist ein Geschenk und mit diesem Geschenk sind wir frei zu lieben, frei glücklich zu sein, frei zu leben.


Ein Kurs in Wundern

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In der Einfachheit liegt die Wahrheit. Das ist wohl sehr einfach, jedoch meist nicht leicht. Das Buch „Ein Kurs in Wundern“ zeigt mir, wie ich den Weg wähle, der für mich gehbar ist.

"Nichts und alles können nicht nebeneinander bestehen. An das eine glauben, heisst das andere verleugnen. Angst ist wirklich nichts, Liebe alles. Immer, wenn Licht in die Finsternis eintritt, wird die Finsternis abgeschafft. Das, was du glaubst, ist für dich wahr."

Eigentlich ein sehr klarer und zugleich verständlicher Satz. Wenn auch das Deutsch hin und wieder etwas seltsam ist, so hat sich dieses Buch zu meinem Lieblingsbuch verwandelt. Immer wieder lese ich Teile daraus. Jedes Mal, wenn ich es in die Hand nehme, denke ich, ich hätte früher schon darin lesen sollen.

"Die Zeit wird so sein, wie du sie deutest, denn von sich aus ist sie nichts."

Gedanken


Es wird dir schwerfallen, manche der Gedanken, die dir dargelegt werden, zu glauben, andere wieder mögen dir ziemlich erstaunlich vorkommen. Das spielt keine Rolle. Du wirst nur gebeten, die Gedanken so anzuwenden, wie du angeleitet wirst. Du wirst nicht gebeten, sie überhaupt zu beurteilen. Du wirst nur gebeten, sie anzuwenden. In ihrer Anwendung wird sich dir ihre Bedeutung erschliessen, und sie wird dir zeigen, dass sie wahr sind.

Denke nur an dies: Du brauchst die Gedanken nicht zu glauben, du brauchst sie nicht anzunehmen, du brauchst sie nicht einmal willkommen zu heissen. Einigen darunter wirst du dich vielleicht aktiv widersetzen. Nichts von alledem spielt eine Rolle, noch wird es ihre Wirksamkeit vermindern. Erlaube dir aber nicht, bei der Anwendung der Gedanken, Ausnahmen zu machen, und wende sie an, was auch immer deine Reaktionen auf diese Gedanken sein mögen. Nichts mehr als das ist erforderlich.


Die Welt, die wir sehen

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Die Welt, die wir sehen, spiegelt lediglich unseren eigenen inneren Bezugsrahmen wider: die vorherrschenden Ideen, Wünsche und Gefühle in unserem Geist. "Wahrnehmung wird durch Projektion erzeugt".

Erst schauen wir nach innen und entscheiden uns für die Art der Welt, die wir sehen wollen, dann projizieren wir diese Welt nach aussen und machen daraus die Wahrheit, wie wir sie sehen. Wir machen sie durch unsere Deutungen dessen, was wir sehen, wahr. Wenn wir die Wahrnehmung dazu verwenden, unsere eigenen Fehler - unseren Ärger, unsere Angriffsimpulse, unseren Mangel an Liebe in welcher Form auch immer - zu rechtfertigen, so werden wir eine Welt des Bösen, der Zerstörung, der Böswilligkeit, des Neides und der Verzweiflung sehen.

Das alles müssen wir vergeben lernen, und zwar nicht deshalb, weil wir "gut" und "barmherzig" sind, sondern weil das, was wir sehen, nicht wahr ist. Wir haben die Welt durch unsere verdrehten Abwehrmechanismen verzerrt und sehen deshalb etwas, was nicht vorhanden ist. Indem wir unsere Wahrnehmungsfehler erkennen lernen, lernen wir auch, über sie hinwegzusehen oder zu "vergeben". Gleichzeitig vergeben wir uns selbst.

Freud

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Es ist interessant, die Geschichte des Ärgers in diesem Jahrhundert besonders aus dem Blickwinkel der Psychologen zu verfolgen, um uns vor diesem Hintergrund anzuschauen, welche Einstellung heutzutage in dieser Beziehung herrscht.

Während ungefähr der ersten fünfzig Jahre dieses Jahrhunderts dominierten in der Psychologie Freud und die Psychoanalyse. Wenn wir Freud lesen und sehen, welchen Einfluss er hatte, dann erweist es sich als hilfreich, nicht zu vergessen, dass er sein Werk in einer ausgesprochen viktorianischen Atmosphäre schuf. Das Wien der Jahrhundertwende war stark von viktorianischen Werten geprägt, und Freud war einfach ein Kind seiner Zeit. Gefühle und konsequenterweise auch das Ausdrücken von Gefühlen trafen bei ihm insofern auf tiefe Abneigung und Angst.

Interessanterweise zielt seine ganze Lehre darauf ab, uns von der Verdrängung zu befreien. Doch die von ihm persönlich und in seinen Theorien vertretene Einstellung war, dass man Gefühle nicht ausdrücken sollte. Man durfte sie analysieren, sublimieren oder verschieben, aber sollte sie nicht ausagieren.

Extreme Vermeiden

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Es gibt zwei Extreme bei dem Thema „Arbeit“. Zum einen ist das der Workaholic (zwanghafte Aktivität). Zum anderen gibt es die Faulheit oder Trägheit (zwanghafte Passivität). Im ersten Fall ist man hoch motiviert und übernimmt zu viel Verantwortung. Im letzten Fall ist man völlig unmotiviert und unfähig, auch nur die kleinste Verantwortung zu übernehmen. Weder derjenige, der sich zur Arbeit angetrieben fühlt, noch derjenige, der Arbeit prinzipiell misstrauisch gegenübersteht, trägt etwas zu seinem höheren Wohl oder dem anderer bei.

Das spirituelle Leben benötigt eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Handeln und Sein. Zu viel Arbeit bedeutet auch zu wenig Zeit, um die Seele zu nähern. Das Ergebnis ist ein stresserfülltes Leben. Zu wenig Arbeit bedeutet auch zu viele Ablenkungen für den Verstand und/oder nicht genügend Ressourcen, um den Leib zu erhalten. Das Ergebnis ist ein zielloses eben, ohne Selbstbewusstsein, Würde oder einen Hauch von Sinnfülle.

Jene, die keine Beschäftigung haben oder sich auf das Vermögen ihrer Familie verlassen, werden Gleichgewicht in ihr Leben bringen, sobald sie zur Arbeit gehen und produktiv werden. Die Workaholics können diese Balance herstellen, indem sie sich mal eine Auszeit nehmen, um zu spielen, zu beten und insgeheim ihren Stress abzubauen.

Ein spirituelles Leben bedeutet nicht nur, sich die Zeit zu nehmen, um Rosen zu säen, sondern auch, ihren Duft zu geniessen. Sollte es hier in deinem Leben ein Ungleichgewicht geben, so wäre es weise von dir, dies unverzüglich zu korrigieren. Denn wo die Einsicht der Wahrheit herrscht, soll die Tat folgen, sonst wird das Leiden sich nur verschlimmern.

Wunde



Alle menschlichen Wesen wurden verletzt, und ein jeder sollte sich die Zeit nehmen, um zu heilen. Üblicherweise ist Schmerz jener Weckruf, der uns dazu motiviert, der Wunde Beachtung zu schenken und Liebe in sie einzubringen.

Heilung besteht lediglich darin, Liebe für einen Teil unseres Selbst aufzubringen, der sich ungeliebt oder nicht liebenswert fühlt. Und ist diese Liebe bedingungslos, so ist sie keine Liebe, die Ansprüche stellt.

Bedingungslose Liebe basiert auf Akzeptanz. Wir akzeptieren die Wunde, weil sie nun einmal da ist und nach unserer Aufmerksamkeit verlangt. Falls wir die Wunde verleugnen, kann sie nicht heilen.

Der Wunde Aufmerksamkeit, Bewusstsein, Akzeptanz, Liebe und Mitgefühl entgegenzubringen, ist der erste Schritt der Heilung.

Die Wunde besteht aus vielen Schichten. Wenn wir fortfahren, diese Schichten abzutragen, beginnen wir zu verstehen, dass die ultimative Wunde ihren Ursprung im Selbstbetrug und in der Weigerung hat, uns selbst zu lieben und zu akzeptieren.

Die Wunde scheint von anderen Menschen abzuhängen, die uns verlassen, betrügen oder angreifen; und wir müssen dies als Durchgang zur Heilung akzeptieren. Wie auch immer, wenn wir diese Tür durchschreiten, fangen wir an zu verstehen, dass dies alles nichts mit irgendeinem anderen Menschen zu tun hat.





Wahl


Es gibt in dieser komplexen und überkomplizierten Welt keine Basis für eine Wahl. Denn niemand versteht, was dasselbe ist, und scheint zu wählen, wo es in Wirklichkeit gar keine Wahl gibt. Die wirkliche Welt ist der Bereich der Wahl, wirklich gemacht, nicht im Ergebnis, sondern in der Wahrnehmung der Wahlalternativen. Dass es eine Wahl gibt, ist eine Illusion. Doch in dieser Illusion liegt das Aufheben jeder Illusion, diese nicht ausgeschlossen.


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