30. November 2006
Von rosanna um 22:42
Keine andere Lebensform auf diesem Planeten kennt Negativität,
nur der Mensch, und keine andere Lebensform vergewaltigt und
vergiftet die Erde, von der sie erhalten wird. Hast du jemals eine
unglückliche Blume oder einen gestressten Eichbaum gesehen?
Ist dir jemals ein depressiver Delphin begegnet, ein Frosch, der
Selbstwertprobleme hat, eine Katze, die nicht entspannen kann,
ein Vogel der Hass und Groll mit sich herumträgt? Die einzigen
Tiere, die gelegentlich eine Art Negativität erleben oder Anzeichen
von neurotischem Verhalten an dem Tag legen, sind die, die in
engem Kontakt mit Menschen zusammenleben.
29. November 2006
Von rosanna um 21:40
Die Beziehungen zwischen Männern und Frauen spiegeln den
tiefen Krisenzustand wider, in dem die Menschheit sich nun
befindet. Die Menschen haben sich mehr und mehr mit ihrem
Verstand identifiziert, deshalb sind die meisten Beziehungen
gegenwärtig nicht verwurzelt.
Der Verstand ist der Lieferant des Schmerzes, überwogen
von Problemen und Konflikten. Zahlreiche Menschen leben
jetzt alleine oder als Alleinerziehende, unfähig, eine innige
Beziehung aufzubauen. Oder vielleicht entscheidet es jeder
selbst, um das verrückte Drama von vergangenen Bezieh-
ungen nicht zu wiederholen.
Andere wandern von einer Beziehung zur nächsten, immer
auf der Suche nach einer flüchtigen Erfüllung. Andere dage-
gen gehen Kompromisse ein und bleiben stehen in gestörten
Beziehungen, in denen das Negative an der Tagesordnung ist
und dies alles, für das Wohlbefinden der Kinder, für Sicherheit,
aus Gewohnheit oder aufgrund irgendeiner anderen Abmachung,
die beiden von Nutzen sein soll. Und oft sogar aufgrund der
ungewollten Abhängigkeit von Aufregung, emotionalem Drama
und Schmerz.
28. November 2006
Von rosanna um 18:01
Niemand sollte mehr leiden, als den Schmerz,
den er für sich selbst akzeptieren kann.
26. November 2006
Von rosanna um 08:31
Wenn ich mich beklage, mache ich mich selbst zum
Opfer. Schlussendlich sind es nur Wörter oder Ge-
danken. Eigentlich bedauere ich die Situation, in der
ich mich befinde – es ist meine Lebenssituation. Es
ist immer Nichtannehmen von dem was gerade ist.
Leider ist darin immer unbewusster negativer Ballast
enthalten. Ich kann die Situation verändern, indem ich
handle, indem ich die Dinge beim Namen nenne und
wenn nötig oder möglich, lasse ich die Situation hinter
mir und akzeptiere sie. Alles andere ist Idiotie.
25. November 2006
Von rosanna um 02:05
Wenn ein Wort für mich nicht mehr passt, dann
lasse ich es los und wechselte es durch eines
aus, das stimmt.
Ich mag das Wort Schuld nicht, deshalb nenne
ich es einfach Wahnsinn. Aus diesem Grunde
komme ich der Wahrheit, der Wirklichkeit hinter
dem Wort vielleicht näher als durch ein miss-
brauchtes Wort wie Schuld. Und es gibt mir
auch weniger Gelegenheit für Schuldgefühle.
23. November 2006
Von rosanna um 21:29
Es ist oft besser irgendetwas zu tun, als gar nichts zu tun,
dies konnte ich lernen, weil ich über längere Zeit in einer
unangenehmen Situation befangen war. Weil es ein Fehler
war, konnte ich zumindest etwas daraus lernen und schon
ist es kein Fehler mehr. Jedoch wäre ich dort stecken ge-
blieben, hätte ich gar nichts gelernt.
22. November 2006
Von rosanna um 22:25
Die Vergangenheit ist eine im Verstand aufbewahrte
Erinnerung an ein frühes Jetzt. Wenn eine Erinnerung
an die Vergangenheit reaktiviert ist und das geschieht
gerade Jetzt.
Die Zukunft ist eine Projektion des Verstandes. Wenn die
Zukunft eintrifft, trifft sie als Jetzt ein. Über die Zukunft
nachzudenken, heisst gerade Jetzt an sie zu denken.
Anscheinend haben Vergangenheit und Zukunft keine
eigene Realität. Ebenso wie der Mond kein eigenes Licht
hat, sondern nur das Licht der Sonne reflektieren kann.
Höchstwahrscheinlich sind Vergangenheit und Zukunft nur
eine blasse Wiederspiegelungen des Lichtes. Die Wirklichkeit
einer ewigen Gegenwart – Jetzt.
21. November 2006
Von rosanna um 14:05
Nichts ist in der Vergangenheit geschehen,
es geschah im Jetzt.
Nichts wird in der Zukunft geschehen,
denn es wird im Jetzt geschehen.
20. November 2006
Von rosanna um 22:11
Denken ist zu einer Krankheit geworden.
Krankheit entsteht, wenn Dinge aus dem
Gleichgewicht geraten. Zum Beispiel ist
es normal, wenn Zellen sich im Körper
teilen und vermehren, aber wenn dieser
Prozess sich unkontrolliert ohne Bezug
zur Ganzheit des Körpers fortsetzt, dann
wuchern diese Zellen und Krankheit entsteht.
19. November 2006
Von rosanna um 10:12
Bis zu meinem vierunddreissigsten Geburtstag lebte
ich ununterbrochen Phasen betrübter Depression.
Heute fühlt es sich so an, als würde ich über das
Leben einer anderen sprechen.
Letzen Dezember erwachte ich eines Tages mit
einem Gefühl des absoluten Grauens. Alles um
mich herum fühlte sich so fremd an, so feindselig
und so absolut bedeutungslos, dass in mir ein tiefer
Abscheu vor der Welt entstand. Und das Abscheu-
lichste von allem war meine eigene Existenz.
Seit fünf Monate nun lebe ich fast ununterbrochen in
einem Zustand tiefen Friedens und tiefer Glückseligkeit.
Die Intensität lässt manchmal etwas nach, oder vielleicht
scheint es auch nur so, weil mir dieser Zustand fast
selbstverständlich geworden ist. Ich kann weiterhin in
der Welt funktionieren, obwohl mir bewusst ist, dass
jegliches Tun nicht das Geringste hinzufügen kann, was
ich bereits hatte.
Ich habe gelernt zu akzeptieren, dass sogar die allerschönsten
Erfahrungen kommen und gehen.