discovery-travel

So bunt wie das Leben
Vielleicht tönt dies alles merkwürdig, jedoch will ich gerne einmal etwas näher aufzeigen – in meiner Sprache - wie es mir wirklich geht. Manche werden vermutlich denken, was soll das, und in welche Richtung will sie gehen? Ich möchte aufzeigen, wo einer der Hunde begraben liegt. Ich brauche Nähe und Geborgenheit und irgendwie bin ich trotz aller Sensibilität - als Frau - nicht im Stande dies zu Leben. Ich spüre Reize und bin verliebt in all der Schönheiten dieser Welt. Ich liebe die Natur, schöne Landschaftsbilder, sowie Morgen- und Abendstimmungen. Ich mag Männer, welche in mir ein unbeschreibliches Gefühl auslösen können. Das ist einfach eine Gegebenheit, wie zum Beispiel die Eifersucht. Kann mir jemand bis hierhin folgen? Nun, ich habe die Chance ergriffen und habe all mein Besitz und meine gesamte Eifersucht losgelassen. Täglich versuche ich den richtigen Umgang damit zu finden.

Mein Leben ist wie ein Puzzle, ich versuche es jeden Tag zusammenzusetzen. Und wenn ich eines Tages von dieser Welt gehen werde, dann wird dieses Puzzle beendet sein. Ich muss voranstellen, dass ich mir bewusst bin, dass ich von allem wieder Abschied nehmen muss, alles scheint immer vorübergehen zu sein. Damit umzugehen, gelingt mir eben nicht immer gleich gut.

Dadurch, dass ich anfing mein Leben zu verändern – das wird immer ein endloser Prozess sein – hat sich in mir ein Raum kreiert und dieser Raum ist weit und offen. Die Nähe zu den Menschen habe ich verloren, denn ich bin nicht mehr auf der Suche nach ihnen, ausser sie suchen mich. Das Thema entdecken stand schon lange auf meinem Programm und ich habe mich dabei wirklich entdeckt. Ich konnte und kann heute noch zusehen, wie ich Schritt für Schritt alles verloren habe. Ich bin zu feige und traue mich nicht mehr auf die Menschen zu zugehen. Zudem entstehen bei mir sehr schnell Gefühle - ich bin sehr sensibel - und gewinne die Menschen sehr lieb. Jetzt mache ich eine ähnliche Erfahrung und stehe wieder am Anfang meiner Entdeckungsreise. Der Unterschied darin liegt, dass ich diesmal nicht davor erschrecken werde alles zu verlieren. Mein Dilemma ist unerklärlich und wenn es mir so präsent ist wie heute Morgen, dann scheint es mich mit seiner ganzen Fülle aufzufressen.

Sporadisch beschäftigt es mich sehr, dass am Schluss sich die anderen entdeckt haben, ihr Leben gefunden haben und ich auf der Strecke geblieben bin. Vielleicht kann jemand die Problematik erfühlen, kann sich in mich versetzen. Ich bin mir bewusst, dass ich durch meinen Entdeckungsdrang bereits heute schon wieder alles verliere - aber zum Glück nur äusserlich.